Das Kreuz mit den Produktvergleichen

Sarah Fact Advisor

Stellen Sie sich einmal vor, Sie suchen ein neues Handy für sich in einem Onlineshop. Die Auswahl der angebotenen Produkte ist riesig, etliche Hersteller überbieten sich gegenseitig mit der Anpreisung der eigenen Produktfeatures und Sie sind leider kein Handy-Spezialist. Was ist Ihnen persönlich besonders wichtig, wenn Sie sich eines der Modelle genauer anschauen? Ist es das Design, die Funktionen, die TOP-Leistungsfähigkeit, die Aktualität des Gerätes? Wahrscheinliche eine Mischung aus allem, oder? Aber bleiben wir mal bei den Funktionen. Welche Funktionen sind für Ihren Bedarf besonders wichtig? Die Speicherkapazität, die Akkulaufzeit, die Kamera oder vielleicht die Konnektivität? Natürlich ist es auch hier wieder eine bedarfsgerechte Mischung, auf die Sie achten werden. Aber es ist klar, dass es sicherlich Funktionen gibt, die für Sie wichtiger sind als andere. Für mich persönlich ist zum Beispiel eine gute Kamera wesentlich wichtiger als die Akkulaufzeit. Für meine Oma dagegen ist die Akkulaufzeit sehr entscheidend. Für Sie als anderer Verbraucher vielleicht wieder etwas ganz anderes. Jeder Mensch hat seine Präferenzen aus unterschiedlichsten Gründen und für Marketingspezialisten ist es daher extrem schwierig, die wesentlichen Merkmale eines Produktes richtig hervorzuheben und zu gewichten, da die Prioritäten bei jedem Verbraucher anders gelagert sind.

Wenn Sie sich nun einmal eine aktuelle Produktbeschreibung anschauen, finden Sie zumeist eine Auflistung aller Funktionen des Produktes und Sie können dann die Punkte gewichten und eventuell mit anderen Mitbewerbermodellen vergleichen, die Sie ebenfalls interessieren. Erschwert wird der Vergleich jedoch oft durch unterschiedliche Reihenfolgen der einzelnen Funktionen bei verschiedenen Produkten. Auch benennen Hersteller gleichartige Funktionen mit den unterschiedlichsten Namen, unter denen sich der Laie kaum etwas vorstellen kann. Sie sind also gezwungen zu recherchieren und alles mehrfach zu vergleichen, bis Sie vielleicht alle für Sie relevanten Features gefunden haben, um eine qualifizierte Entscheidung treffen zu können – überaus anstrengend und zeitraubend. Ich habe mich zum Beispiel seit Wochen noch nicht für einen neuen Trockner entscheiden können, weil mir die genauen Unterschiede der einzelnen Modelle aufgrund verschiedener Funktionsbezeichnungen immer noch nicht ganz klar sind.

Was ist die Alternative? 

Die einzig praktikable Alternative, die mir spontan einfällt, ist in ein Fachgeschäft zu gehen und mich von einem kompetenten Fachverkäufer beraten zu lassen. Ein Fachverkäufer sollte mir ja schließlich die Unterschiede der einzelnen Modelle genau erklären können. Für mich ergeben sich hier jedoch, je nach Produktgruppe mehr oder weniger, auch wieder ein paar Probleme. Zum einen haben Fachgeschäfte normalerweise nicht die gleiche Auswahl an Produkten wie der Onlinehandel vorrätig (was ja auch logisch ist da, der Platz für die Warenpräsentation limitiert und teurer ist). Zum anderen wird meinem Eindruck nach (und zu meinem großen Leidwesen) die Beratungsqualität in den Geschäften, ganz allgemein, immer schlechter. Oftmals ist es mir auch schon passiert, dass der Verkäufer nicht mehr wusste, als ich bei meinen eigenen Recherchen schon selbst herausgefunden habe. Natürlich gibt es zum Glück auch hier noch rühmliche Ausnahmen. Das dritte Problem, was ich habe: Kann ich mir sicher sein, dass der Verkäufer mir das Produkt empfiehlt, das für mich wirklich am geeignetsten ist und nicht das, was für ihn eine höhere Gewinnmarge einbringt? Dieses Verhalten wäre zumindest aus wirtschaftlicher Sicht vollkommen nachvollziehbar.

Wie finde ich nun mein neues Produkt? 

Ich könnte natürlich auch einfach meine Bekannten fragen, was sie persönlich nutzen und ob sie mit ihrem Gerät zufrieden sind. Ich könnte auch schauen, was häufig von VIPs und Influencern genutzt (und damit beworben) wird. Aber bin ich denn automatisch auch mit einem Produkt zufrieden, weil es andere in meinem Umfeld sind, oder weil VIPs und Influencer davon schwärmen? Schauen wir wieder auf das Handy-Beispiel vom Anfang. Würde ich meine Oma befragen und mir daraufhin das gleiche Handy kaufen, das sie hat, wäre ich mit Sicherheit nicht zufrieden, da mir ja die Kamera viel wichtiger ist als ihr und sie ihre Priorität mehr auf die Akkuleistung ausgerichtet hat. Sie sehen, zumindest für mich gibt es in diesem Moment keine perfekte Möglichkeit, mein neues Produkt schnell und einfach und mit einer gewissen Sicherheit, dass es auch wirklich das Richtige für mich ist, zu finden.

Wie kann man dieses Problem lösen? 

Zeichnen wir doch mal ein Bild von einem idealen Webshop, wie wir ihn uns vorstellen, irgendwann in der Zukunft. Stellen Sie sich vor, Sie suchen nach einem bestimmten Produkt, Sie sind sich aber noch nicht ganz sicher, welche genauen Spezifikationen es erfüllen sollte, vielleicht auch, weil Sie gar nicht alle Möglichkeiten des Produktes kennen. Sie kommen wahrscheinlich über die Google-Suche zu einem Onlineshop, der mehrere Modelle mit verschiedensten Spezifikationen und Features im Sortiment hat. Jetzt wäre es doch klasse, wenn Ihnen sofort das eine für Sie richtige Produkt angezeigt würde. Quasi, als hätte der Onlineshop eine Glaskugel und wüsste bereits bevor Sie den Shop „betreten“, welche speziellen Wünsche Sie haben und welche Produktfeatures für Sie optimal sind. Sie müssten sich nicht mit langen Vergleichen auseinandersetzen, sie könnten darauf vertrauen, dass Ihnen die Glaskugel das richtige Produkt, unabhängig von der Gewinnmarge, empfiehlt. Sie könnten auf Recherchen, Vergleiche und die Befragungen anderer verzichten und würden sich dadurch richtig viel Zeit sparen. Das ist doch eine tolle Vorstellung, oder?

Aber ist das nicht nur reine Fantasie? Nein, denn rein aus technischer Sicht ist das längst möglich. Wir alle geben mit unserem Surf- und Kaufverhalten in Onlineshops viel über uns preis. Nutzen wir soziale Medien, ist die Trefferquote bei unseren bevorzugten Produkten sogar noch viel höher. Natürlich können wir das auch wieder eingrenzen, indem wir die Cookiebanner, die uns jede Website schickt, genauestens betrachten und so viel wie möglich davon deaktivieren, wir unsere Social Media Accounts gut schützen und indem wir private Browserfenster verwenden – aber Hand aufs Herz, wer macht das denn wirklich immer und konsequent? Ich zumindest nicht, mir sind die Cookiebanner zu zeitraubend und meistens klicke ich sie einfach weg, mit dem Ergebnis, dass fleißig Daten über mich gesammelt werden. Daten, die die Glaskugel effektiv nutzen könnte. Aber das darf sie natürlich nicht einfach so – eigentlich schade, denn es könnte vieles so viel einfacher machen.

Was machen wir denn nun?

Aber man kann ja langsam mal damit anfangen, den Onlineeinkauf zu optimieren; schauen wir uns nochmal den Onlineshop mit der Glaskugel an! Auf den ersten Klick funktioniert es natürlich nicht. Aber was, wenn uns die Glaskugel ein paar Fragen stellen würde, so wie ein Verkäufer im Geschäft, und uns dann das für uns ideal passende Produkt präsentieren würde? Und uns auch erklärt, warum es das Ideale für uns ist, so dass man auch sicher sein könnte, dass es nicht das Produkt mit der höchsten Marge, sondern der besten Tauglichkeit ist. Man müsste also nur ein paar Fragen beantworten und könnte sich ebenfalls die vielen Recherchen und Vergleiche ersparen.

Würden Sie ein solches Tool nutzen wollen?

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